Unsere Enten

Erde

Wir bewirtschaften 26,5 ha Land im Westallgäu nach ökologischen Kriterien. Unser Land ist verteilt auf zwei Hofstellen, den Schutzhof in Oberheimen, Gemeinde Opfenbach und das Land um die Linde, den Artemisia Kräutergarten in Hopfen, Gemeinde Stiefenhofen. Der Schutzhof liegt abgelegen, mitten im Wald an den Pfänderrücken geschmiegt. Der Artemisia Kräutergarten liegt gut erreichbar direkt an der B308 drei Höhenzüge vom Hochgrat entfernt.

Auf dem Schutzhof pflegen wir 4 ha Mähwiese, 3 ha Mähweide, 2 ha reine Weide und 4,5 ha Tobelwald. Im Artemisia Kräutergarten pflegen wir 3 ha Streuwiese, 2 ha Mähweide, 1 ha Streuobstwiese, 1,5 ha Acker, 3,5 ha Waldweide und eine 2 ha große Gartenanlage.

Der Artemisia Kräutergarten ist die Schnittstelle zur Gesellschaft. Hier verarbeiten und vermarkten wir unsere Erzeugnisse. Hier bemühen wir uns Begegnung zwischen Erde, Pflanze, Mensch und Tier zu ermöglichen und vielleicht vermittelnd wirken zu können. Unser Land hier steht der Gesellschaft jederzeit zur Verfügung, um Begegnungen mit den Naturreichen zu ermöglichen, wie es in der modernen Landwirtschaft zur Seltenheit geworden ist.

Wir bemühen uns das Land welches uns anvertraut wurde so zu pflegen, dass eine möglichst hohe Pflanzen- und Tiervielfalt ein Zuhause findet. Wir betreiben Vertragsnaturschutz, haben Pflegeverträge mit dem Landschaftspflegeverband und nehmen Teil am Kultur- und Landschaftsprogramm des Freistaates Bayern.

Viele Pflanzen und Tiere, die lange Begleiter des bäuerlichen Schaffens waren, haben keinen Platz mehr in der immer intensiveren Landwirtschaft. Wir begreifen uns als Zufluchtsort für diese kulturellen unschätzbaren Werte. Wir sind überzeugt davon, dass die momentanen agrarpolitischen Entwicklungen Auswüchse unserer Zeit und Wirtschaftsweise sind und nicht dauerhaft bestehen bleiben werden. Vielleicht überdauern hier Handwerkstechniken, Erfahrungswerte, Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Von hier können sie wieder freiwerdende Flächen und Räume besiedeln.

artemisia_erde_010.jpg
artemisia_erde_011.jpg
artemisia_erde_012.jpg
artemisia_erde_013.jpg
artemisia_erde_020.jpg
artemisia_erde_015.jpg
artemisia_erde_016.jpg
artemisia_erde_017.jpg
artemisia_erde_018.jpg
artemisia_erde_019.jpg

Pflanzen

Neben den zahlreichen Wildpflanzen und Gehölzen, die auf unserem Land natürlich vorkommen aber auch gezielt angesiedelt wurden, kultivieren wir eine Vielzahl von Kulturpflanzen auf unseren Äckern. Wir bauen Gemüse, Heil- und Teepflanzen an und verarbeiten die Ernte direkt am Hof zu Tees, Gewürzen, Salzen, Sirupen, Marmeladen und leckeren Speisen. Diese Produkte werden im Hofladen und der Gaststube angeboten. Hinzu kommen Pflanzen, die wir pflanzen und erhalten, weil sie einst, zur Blütezeit der bäuerlichen Subsistenzwirtschaft, Teil dieser Kulturlandschaft waren und verloren gehen, weil ihre wirtschaftliche Bedeutung zu gering ist. Wir wollen uns weiterhin an ihnen freuen, dies auch Anderen ermöglichen und sind nicht bereit auf sie zu verzichten. Wir legen Wert auf samenfestes Saatgut und gewinnen nach Möglichkeit unser Saatgut selbst. Wir legen Wert auf bodenschonendes, humusmehrendes Arbeiten. Wir gewinnen Kompost aus dem Mähgut der Streuwiesen und "füttern" mit ihm unsere Äcker mit all ihren Lebensformen.

artemisia_pflanze_060.jpg
artemisia_pflanze_061.jpg
artemisia_pflanze_062.jpg
artemisia_pflanze_063.jpg
artemisia_pflanze_064.jpg
artemisia_pflanze_065.jpg
artemisia_pflanze_066.jpg
artemisia_pflanze_071.jpg

Tiere

Auf unseren Höfen lebt eine Vielzahl von Tieren, die uns bei unserer Arbeit helfen. Sie beweiden die Wiesen und die Flächen zwischen den Beeten und Obstbäumen und schenken uns ihren kostbaren Mist. Die meisten unserer Tiere verbringen den Winter auf dem Schutzhof, wo sich ein Großteil unserer Futterflächen und unser Stall befinden. Während der Weidesaison sind sie je nach Bedarf auf beide Standorte verteilt.

Wir züchten das Allgäuer Braunvieh und haben derzeit sechs Kühe, einen Stier und die Nachzucht in reiner Mutterkuhaltung.

Die wachsende Herde der ostfriesischen Milchschafe besteht aus 12 Mutterschafen, einem Bock und 25 Lämmern.

Unsere Esel waren einst Alpesel und haben Zaunpfosten getragen. Seitdem sie bei uns sind haben sie 2 Füllen bekommen.

Die Carnica Bienen halten wir in verschiedenen Einraumbeuten. Im Moment haben wir keine Ertragserwartungen an die Bienen und wir geniessen dieses freie Miteinander. Die Bienen dürfen bei uns nach Lust und Laune schwärmen und sich vermehren.

Die Hühner sind eine bunte Herde die als Hofrasse bezeichnet werden kann.

Eine Herde indischer Laufenten bevölkert Wiesen, Pfützen und Bäche rund um die Gärtnerei.

Die Pfauendamen sind derzeit ohne Herr unterwegs, da dieser ein Freigeist war, nicht auf der Stange schlafen wollte und ihn so der Fuchs geholt hat. Die Pfauen sind herrlich nutzlos, einfach nur wunderschön und frei.

Katzen und Kater durchstreifen unseren Hof und Garten und sehen nach dem Rechten.

Das Hausschwein "Gretl" ist ein buntes Bentheimer Schwein.

Unser Hund freut sich, wenn er helfen kann und auch wenn er Gäste am Hof überschwänglich begrüssen darf.

Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh

Menschen

Wir begreifen es als grosse herausfordernde Aufgabe diese beiden Orte mit unserer Art von Landwirtschaft und unserem Selbstverständniss zu beleben.

Derzeit sind die Verantwortlichen in einer GbR organisiert und arbeiten daran, die Arbeit in der Gesellschaft zu verwurzeln. Unsere Arbeit soll nicht mehr von Ideen und Visionen von Einzelpersonen getragen werden, sondern von einer überpersönlichen Rechtsform, die den kulturellen und gesellschaftlichen Wert von Höfen, neben der landwirtschaftlichen Urproduktion, erkennen und versuchen diesen in der Gesellschaft zu verankern.

Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh
Allgäuer Braunvieh